sabato 30 settembre 2017

Die Sicherheit, die sie meinen | Kommentar zum Aufmarsch in Bozen

Am Donnerstag dem 29.09. organisierten rechte Gruppen um den Bozner Gemeinderat Marco Galateo (Ex-Lega Nord) sowie seine Kamerad_innen, Alessandro Urzì, Barbara Pegoraro, Diego Salvadori und Enrico Lillo einen „Spaziergang der Legalität“ („percorso della legalita“). Dabei steht den Angaben der Veranstalter zufolge das Thema der Sicherheit im Mittelpunkt der besorgten Bürger_innen. Auf seiner Facebookseite werben Marco Galateo und seine Kamerad_innen denn auch mit eindeutigen Sujets für die Veranstaltung. Da greift schon mal die Hand eines Schwarzen brutal in das Gesicht einer weißen Frau (siehe Screenshot 1).
Die Suggestion ist dabei klar rassistisch und sexistisch: „Die Schwarzen vergewaltigen unsere Frauen“. Spannenderweise wird es im rechten Lager schnell still, wenn es um häusliche Gewalt, die Gleichstellung der Frau, Diskriminierung von LGBTQ-Menschen oder das Recht auf Abtreibung geht. Gewalt gegen Frauen* wird dabei genauso wie die Interessen von Arbeiter_innen und Menschen, die in sozial oder ökonomisch unsicheren Verhältnissen leben, für die eigene rassistische Propaganda instrumentalisiert. Im Sinne der eigenen Narrative werden auch Menschen, die von Krieg, Hunger und Tod fliehen und in Europa ein besseres Leben suchen, immer wieder von Opfern zu Tätern umgedichtet. Es wird Flüchtlingen aberkannt, dass sie im eigenen Land verfolgt wurden, wodurch sich italienische Rechte in die Opferrolle dichten können (siehe Screenshot 2).
Vom heldenhaften Bild des Marco Galateo und seinen Kamerad_innen bleibt bei näherer Betrachtung jedoch wenig übrig, als gewaltverherrlichende, den Faschismus relativierende Nichtigkeit. Erst im September adressierte Marco Galateo seine Facebook-Follower_innen als „Krieger“, die sich gegen die Regierung zur Wehr setzten sollen, weil diese Personen, die den Hitlergruß zeigen oder Faschisten huldigen, „ins Gefängnis schickt“ (siehe Screenshot 3).
 Dabei ist klar, was Marco Galateo und seinesgleichen herbeisehnen, wenn sie von „Sicherheit“ und „Legalität“ reden und die „Gewissheit der Strafe“ fordern (siehe Bild von Alto Adige TV). Sie sehnen sich zurück in die düstersten Jahre Italiens und Südtirols. Die von Marco Galateo verharmlosten Jahre sind jene, wo staatlich organisierte faschistische Schlägerbanden Städte und Dörfer unsicher machten. Es war die Zeit wo politische Gegner und marginalisierte Gruppen den legalisierten Mord erfuhren.
Wie die jämmerliche Veranstaltung mit rund 100 Teilnehmer_innen am 29.09. gezeigt hat, schaffen Marco Galateo und seine Kamerad_innen es bislang nicht, den öffentlichen Raum so zu okkupieren, wie es etwa PEGIDA oder ähnliche Gruppen in der jüngeren Vergangenheit vermochten. Trotzdem gilt es, wachsam zu bleiben und Bewegung wie die seine als das zu entlarven, was sie sind: rassistische Agitationen von Ewiggestrigen. Wehren wir den Anfängen.

venerdì 15 settembre 2017

PM | Rassismus: Stellungnahme des ASV Völlan gefordert!



Nach der Verurteilung des ASV Völlan durch das Landeskomittee des italienischen Fußballverbandes steht eine Entschuldigung der Vereinsleitung bislang aus. Zehn Personen aus dem Völlaner Block hatten am 9.9.2017 beim Meisterschaftsspiel der 3. Amateurliga gegen Oberau Juventus Club einen Spieler mehrfach rassistisch beleidigt. Trotz dreimaliger Aufforderung des Schiedsrichters an den Mannschaftsführer wurden die Diskriminierungen nicht eingestellt. Der ASV Völlan ist zur Zahlung von 1000 Euro und zwei Heimspielen ohne ZuschauerInnen (auf Bewährung) verurteilt worden.

Aufgrund der neonazistischen Umtriebe in Völlan ist der Verein in seiner Vorbildfunktion gegenüber Dorfgemeinschaft und Jugend besonders gefordert. Anstatt den Vorfall jedoch öffentlich zu verurteilen und sich klar gegen Rassismus auszusprechen, hüllt sich die Vereinsführung in Schweigen. Dies ist inakzeptabel: Notwendig sind deutliche Worte und Maßnahmen, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen. Es kann nicht sein, dass rechte Gruppen versuchen, ein Klima der Angst zu erzeugen und junge Menschen am Sportplatz einschüchtern.

Auch der ASV Völlan muss klar sagen: Kein Platz dem Rassismus – weder auf der Straße, noch auf dem Rasen!

Hintergründe:
http://www.sportnews.bz/de/fussball/news-detail/news/rassismus-eklat-in-3-amateurliga-spiel-voellan-hart-sanktioniert.html

mercoledì 30 agosto 2017

Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit findet Rechtsextreme "gut"


Wenn ein Vertreter der Süd-Tiroler Freiheit einen Beitrag der rechtsextremen Identitären mit der Begründung "mir hat die Aktion gefallen" teilt, zeigt dies auf, wie klein die Berührungsängste zum Rechten Rand geworden sind. Matthias Hofer, Gemeinderat der STF, ist auf dem rechten Auge blind. Verharmlosende Bergündungen wie "es gibt überall Schwarze Schafe" sind keine glaubwürdige Abgrenzung von rechtsextremen Gruppen. Gegen faschistische Denkmäler wird aber weiterhin gewettert - ein ziemlich einseitiger "Antifaschismus", wie wir finden.

Die Identitären gelten als Teil der neuen Rechten und besetzen den Platz zwischen Neofaschismus und Konservatismus. Auch wenn sie sich in optisch moderner Attitüde geben, an den altbackenen nationalistischen und rassistischen Einstellungen ändert dies nichts. Laut Rechtsextremismus-Experte Wolfgang Purtscheller sind die Identitären „verkleidete Neonazis" und "Teil der „neonationalsozialistischen Szene". Das DÖW bezeichnet sie als "neofaschistisch". Viele der Identitären kommen aus Burschenschaften oder Neonazi-Strukturen.

Ach, wie war das nochmal mit dem „Tirol Patrioten sind keine Nazi Idioten“? Rechtsextremen Strukturen entschieden entgegentreten!

Zum Hintergrund: http://www.tageszeitung.it/2017/08/29/gute-aktion/
Wer sind die Identitären? http://antifameran.blogspot.co.at/…/kultur-statt-rasse-die-…

mercoledì 26 luglio 2017

Infos jetzt auch auf Twitter

Der Twitter-Account der Antifa Meran wurde vor kurzem reaktiviert. Ab sofort werden wichtige Infos und interessante Links auch dort verfügbar gemacht. Folge uns unter @AntifaMeran

giovedì 20 luglio 2017

PM: "Südtiroler bei größtem Treffen der Neonazi-Szene in Deutschland"

Wie durch Fotos und eine im Internet veröffentlichte Liste bekannt wurde, nahmen auch rund 30 Südtiroler bei der Konzertveranstaltung "Rock gegen Überfremdung" in Themar/Thüringen in Deutschland teil.
Es war das größte Neonazi-Treffen in der BRD in diesem Jahr, neonazistische Rechtsrock-Bands spielten, Holocaust-Leugner und Rechtsextreme hielten Reden, dutzendweise war in der Menge der Hitler-Gruß zu sehen. Vertreter sämtlicher deutscher Neonazi-Gruppen nahmen an der Großveranstaltung teil. SzenekennerInnen sahen in der Veranstaltung einen "Schulterschluss" und eine "Machtdemonstration" der Neonaziszene.
Auf Indymedia ist nun eine Liste publik gewoden, die belegt, dass auch zahlreiche Südtiroler dem Fest beiwohnten. Sie enthält die Namen und Wohnorte von 21 Südtirolern, sechs weitere Personen sind den Südtiroler Gruppierungen zuordenbar. Die Korrektheit der Liste kann von unserer Seite in den meisten Fällen bestätigt werden.
Besonders stark vertreten waren junge Männer aus der Völlaner und Naturnser Umgebung, hinzu kamen Personen aus Tisens, dem Passeiertal und Schenna. Auch einige Personen italienischer Muttersprache aus dem Umfeld des "Veneto Fronte Skindhead"-Netzwerks aus Meran/Sinich waren anwesend.
Das Konzertin Themar war keine reine Unterhaltungsveranstaltung, sondern das größte und wichtigste Vernetzungstreffen der Neonaziszene. Die Teilnahme ist wie bei einer Demonstration als ein Statement und Identitätsbekenntnis anzusehen.
Die Teilnahme von rund 30 Südtirolern ist daher sehr bedenklich. Es zeigt nicht nur, wie stark die nationalistische Ideologie bei diesen Männern verankert ist, sondern auch wie fest ihre Strukturen in Südtirol sowie die Verbindungen nach Deutschland immer noch sind. Fakt ist: Das Burggrafenamt und der Vinschgau haben immer noch ein Naziproblem, angesichts dessen die Gesellschaft nicht untätig bleiben kann.

Weitere Informationen unter http://antifameran.blogspot.co.at/2017/07/auch-30-sudtiroler-bei-grotem-neonazi.html

lunedì 17 luglio 2017

Auch 30 Südtiroler bei größtem Neonazi-Treffen in Deutschland dabei

Bild2
Die Konzertveranstaltung "Rock gegen Überfremdung", die am 15. Juli 2017 in Themar/Thüringen stattgefunden hatte, war das größte Neonazi-Treffen im deutschsprachigen Raum in diesem Jahr. Unter den 6.000 Teilnehmenden waren auch rund 30 junge Südtiroler, davon zwei Dutzend deutsch- und auch einige italienischsprachige, wie eine auf Indymedia veröffentliche Liste belegt.

Neonazi-Bands und rechtsextreme Reden
"6.000 Neonazis feiern ungestört in Thüringen.", berichtete die Zeit. Es spielten neonazistische Rechtsrock-Bands wie "Sleipnir", "Stahlgewitter", die "Lunikoff Verschwörung" und "Blutzeugen"; Holocaust-Leugner und Funktionäre rechtsextremer Vereinigungen hielten Reden, dutzendweise sind der Hitler-Gruß und untätige Polizeibeamte zu sehen. Vertreter sämtlicher deutscher Neonazi-Gruppen nahmen an der Veranstaltung teil, sowohl außerparlamentarische Kameradschaften und Netzwerke als auch rechtsextreme Parteien wie die NPD waren vertreten.

Ein Schulterschluss der Naziszene
Die Verschiedenheit der Gruppen, die in Themar zusammenkamen, war für SzenekennerInnen überraschend, von "Schulterschluss" und "Machtdemonstration" war die Rede. Unterschiedlich waren auch die Herkunftsländer: "Rechte aus dem Ausland waren gekommen, darunter Russen, Tschechen, Italiener und Schweizer sowie Angehörige rechtsextremer Gruppen aus Südtirol, mit den Thüringer Neonazis seit vielen Jahren enge Beziehungen pflegen.", schreibt die Frankfurter Rundschau.

Fotomaterial und Personenliste veröffentlicht
Auf Indymedia ist nun eine Liste publik gewoden, die belegt, dass auch zahlreiche Südtiroler dem Fest beiwohnten. Den Wasserzeichen auf den Bildern zufolge stützt sich diese Liste auf die Auswertung des über 1500 Bilder umfassenden Fotomaterials der Veranstaltung, das von den beiden Fotografen Lionel C. Bendtner und Lukas Beyer erstellt und veröffentlicht wurde.
 
Name und Wohnort in der Liste
Die Liste enthält die Namen und Wohnorte von 21 Südtirolern; 3 konnten nicht identifiziert werden, weitere 3 sind den Südtiroler Gruppierungen zuordenbar, aber auf den Fotos nicht zu erkennen. Die Korrektheit der Liste kann von unserer Seite in den meisten Fällen bestätigt werden. Sie belegt: Auch rund 30 junge Männer aus Südtirol nahmen an dieser Veranstaltung teil, vielfach gut erkennbar an den "Division Südtirol"-Aufdrucken, durch die sie ihre Verbundenheit mit der deutschsprachigen Naziszene ausdrücken. Wie viele weitere nicht auf den Fotos dokumentiert oder identifiziert wurden, ist nicht abzuschätzen.

Südtiroler aus Völlaner und Naturnser Umgebung
Klar ist jedoch: Besonders stark vertreten waren junge Männer aus der Völlaner und Naturnser Umgebung, hinzu kamen Personen aus Tisens, dem Passeiertal und Schenna. Auch einige Personen italienischer Muttersprache aus dem Umfeld des "Veneto Fronte Skindhead"-Netzwerks aus Meran/Sinich waren anwesend.

Altbekannte Gesichter
Auf den Fotos sind junge Gesichter abgelichtet, aber auch einige Personen und Gruppen zu sehen, die schon eine längere Szenevergangenheit haben. Es sind dies:

Bild 3

M. B. (Bild 2, Nr. 5) war schon im Zuge der Operation "Odessa" im Jahre 2008 verhaftet worden. Damals wurden im Burggrafenamt 16 Neonazis verhaftet, schon damals gab es gute Kontakte ins deutschsprachige Ausland.  

Die sogenannte "Völlaner Hitlerjugend". Einige der Mitglieder waren in den letzten Jahren verantwortlich für mehrere Gewaltaktionen und Schlägereien im Burggrafenamt. Wir erinnern uns an die Vorkommnisse im Passeiertal und vor dem Club Exclusiv in Lana. Augenzeugen berichteten auch davon, dass sie bei Übergriffen teilweise mit Schlagstöcken und Messern bewaffnet waren. Die VHJ hielt jahrelang rechtsextreme Treffen in einer Holzhütte in den Wiesen von Völlan ab. Auf Fußballturnieren spielen sie mit anderen Neonazis aus dem Burggrafenamt unter dem Namen "Weisse Wölfe KC" mit.



Bild 5

D. S. (Bild 5, Nr. 2 oben) wurde vor mehreren Jahren wegen eines Fotos, das ihn mit Hitlergruß zeigt, von der Freiheitlichen Partei ausgeschlossen, nachdem er laut Vinschger Stellvertretender Ortsgruppensprecher der Freiheitlichen Partei in Naturns war und für die Blauen bei der Gemeinderatswahl 2010 kandidierte. "Das ist alles eine Jugendsünde gewesen.", hieß es damals. Er fiel und fällt besonders in sozialen Netzwerken immer wieder mit rechtsextremen Ansichten auf.


Bild 7


M. C. (Bild 7) versucht in der rechtsextremen Szene im Raum Meran als Mittelsmann zwischen deutscher und italienischer rechtsextremer Szene zu fungieren. In letzter Zeit wurde er immer wieder dabei beobachtet, wie er mit jungen Neonazis im Raum Meran unterwegs ist, obwohl er in den letzten Jahren mehrmals beteuert hat, "aus der Szene ausgestiegen zu sein." 

Themar: Szene- und Vernetzungstreffen der Neonazis
Eines muss klar sein: Das Konzert "Rock gegen Überfremdung" in Themar war keine reine Unterhaltungsveranstaltung, die Teilnehmer fuhren nicht allein wegen der "guten Musik" hin. Themar war das größte und wichtigste Vernetzungstreffen der Neonaziszene, bei dem Informationen ausgetauscht, Kontakte geknüpft und Verbindungen hergestellt werden. Und: Es gab Proteste im Vorfeld, die Ausrichtung der Veranstaltung war bekannt, die Teilnahme ist somit wie die bei einer Demonstration als ein Statement und Identitätsbekenntnis anzusehen.

Bedenkliche Strukturen in Südtirol
Die Teilnahme von rund 30 Südtirolern ist sehr bedenklich. Es zeigt nicht nur, wie stark die nationalistische Ideologie bei diesen Männern verankert ist, sondern auch wie fest ihre Strukturen in Südtirol sowie die Verbindungen nach Deutschland immer noch sind. Was die Liste zudem gezeigt hat ist, dass sich rechtsextreme und neonazistische Ansichten quer durch alle Gesellschaftsschichten ziehen, Sicherheitsdienstmitarbeiter sind ebenso darunter wie Metzger und Handwerker. Fakt ist: Das Burggrafenamt und der Vinschgau haben immer noch ein Naziproblem, angesichts dessen die Gesellschaft nicht untätig bleiben kann.

Weitere Infos

mercoledì 12 luglio 2017

Manlio Longon e le Foibe. La storia come merce di scambio

Caramaschi, le Foibe e i fascisti di CasaPound

Il 5 luglio 2017 il consiglio comunale di Bolzano ha votato la cittadinanza onoraria a Manlio Longon, esponente del Cln bolzanino, iscritto al Partito d'Azione. 
Nel dicembre 1944, in un territorio difficilissimo come quello altoatesino, annesso direttamente al Reich tedesco, dopo essere stato arrestato e torturato dalla Gestapo, pagò con la vita la scelta di costruire insieme ad altri coraggiosi una resistenza alla ferocia nazista.

L'Alto Adige era una provincia in una condizione particolare. Da pochi anni annessa allo Stato Italiano, era stata oggetto di un programma scientifico di italianizzazione che aveva lo specifico obiettivo di impedire alla comunità sudtirolese di lingua tedesca di svilupparsi come aveva sempre fatto. 20 anni di oppressione fascista, uniti alla mancanza di un solido movimento socialista locale, avevano preparato il terreno ideale per la crescita di un vasto risentimento popolare che trovò il suo naturale sbocco nell'adesione al nazismo germanico in ascesa. Una gran parte dei sudtirolesi aderì con convinzione al movimento di Hitler, altri per opportunismo. Alla prova dei fatti, al momento delle Opzioni nel 1939, circa il 90% dei sudtirolesi scelse di trasferirsi nel terzo reich.

Una situazione complessa, che negli ultimi anni si sta arricchendo di nuovi particolari e di importanti contributi storiografici che aiutano a schiarire la nebbia che per troppo tempo ha avvolto certi aspetti della storia locale. Basta ricordare i libri “La via segreta dei nazisti” di Gerald Steinacher, il recente libro di Thomas Casagrande sui sudtirolesi nelle SS, oppure il libro “Quando la patria uccide” di Sabine Mayr e Joachim Innerhofer.

Perchè stiamo scrivendo queste righe che ai più potrebbero sembrare la solita ripetizione dei passaggi storici (mai sufficientemente conosciuti) che hanno segnato la vita di chi abitava in queste province?



Come ribadito più volte in passato non ci aspettiamo nulla da fascisti e nazisti che siedono in consiglio comunale a Bolzano, ma notiamo con stupore che da quei banchi non arriva mai nessuna risposta forte o almeno decisa, a certe menzogne e barbarie che in quell'aula vengono pubblicamente rivendicate.

Nel dicembre 2016 il consigliere comunale Andrea Bonazza partecipò ad una seduta del consiglio comunale addobbato con una felpa riportante il simbolo della divisione SS Charlemagne, collaborazionisti francesi delle truppe di Hitler durante la seconda guerra mondiale.

Questo ciò che scrisse il Bonazza riguardo alle SS francesi: 

Preferirò sempre indossare una felpa in onore di 1000 giovanissimi francesi morti, da soldati contro soldati, per difendere l’Europa dall’aggressione sovietica e angloamericana, piuttosto che indossare un bavaglino che ricorda chi, come i partigiani italioti, ha seminato in Italia la guerra civile con bombe, attentati terroristici, stupri, stragi e uccisioni sommarie”.



lunedì 19 giugno 2017

Identitärer Aktionismus in Bozen

Der italienische Ableger ("Generazione Identitaria") der rechtsextreme Bewegung der Identitären mobilisiert in mehreren italienischen Städten - unter anderem auch in Bozen, für ihre Aktion mit dem Namen "Defend Europe": Mit Booten wollen sie Flüchtlinge und NGOs, die diesen helfen, im Mittelmeer stören und behindern. Seit Beginn des Jahres sind über 1.500 MigrantInnen ertrunken, ohne die Vielzahl der NGOs, die Menschen vor dem Ertrinken retten, wäre die Zahl um ein Vielfaches höher. 

Die Identitären kopieren linke Protestkultur und auch ihr Kleidungsstil ist dem hippen Zeitgeist angepasst. Das ändert natürlich nicht viel: Hinter dieser Fassade verbirgt sich ihre stark nationalistisch-rassistische Haltung. Viele der Identitären kommen aus ehemaligen Neonazigruppen oder auch wie in Deutschland und Österreich aus rechtsextremen Burschenschaften. Geschickt bringen sie ihre menschenverachtenden Ideen über Soziale Medien in Umlauf. Sie fallen immer wieder mit Flashmobs und öffentliche Aktionen auf. Die Gruppe wird vom Deutschen Verfassungsschutz beobachtet.

Für "Defend Europe" wurden bereits über 60.000 € an Spendengeldern für weitere Aktionen gesammelt. Das Konto wurde aber kürzlich von Paypal eingefrore.

Das Event in Bozen unter dem Namen: Immigrazione - Visioni da Catania a Bruxelles wird unter anderem vom Bozner Filippo Maturi (Lega Nord) organisiert und soll im "Ex-Assenzio", das scheinbar auch noch im Besitz der Gemeinde ist, stattfinden. Maturi ist zudem im Bozner Gemeinderat. 



Die Identitären könnten in der Lage sein erstmals deutsche und italienische Neonazis zu vereinen.   

2015 gab es bereits einen Versuch eine Südtiroler Identitären-Gruppe zu gründen, was aber fehlschlug. 


sabato 1 aprile 2017

Nein Ulli, Faschismus ist keine Meinung! | Kommentar

Als ob Südtirol keine größeren Probleme hätte wie ein Foto von zwei Politikern. Zwei Menschen, die halt miteinander gesprochen haben und dabei fotografiert wurden. Soll vorkommen. So what? Aber so einfach ist das Ganze nicht.

Wenn Politikerinnen und Politiker unterwegs sind, so sind sie das in den seltensten Fällen privat - "unters Volk kommen", sich sehen lassen, gehört nunmal zum Job. Fotos machen lassen auch. Als Politikerin, die seit 14 Jahren im Landtag sitzt, weiß Ulli Mair, welche Bedeutung solche Fotos haben. Wie man sie inszeniert. Wie man damit Botschaften vermittelt. Man erinnere sich an das Treffen von Merkel und Trump und den verweigerten Handshake. Wenn Mair sich also im Arm von Bonazza fotografieren lässt, lächelnd, kumpelhaft, dann "passiert" das nicht einfach. Dann hat das einen Grund.

Die Freiheitlichen haben vielfach bewiesen, dass sie kein wirkliches Problem mit Rechtsextremen haben. In vielen Bereichen gibt es thematische Überscheidungen: Einwanderung, Kulturpolitik, Islam. Die Beziehungen zur österreichischen FPÖ, die strukturell mit der rechtsextremen Burschi-Szene verbandelt ist, sind blendend. In Italien kooperieren die Freiheitlichen mit der Lega Nord, 2014 traten die beiden Parteien gemeinsam zur Europawahl an. Die Lega wiederum hat seit 2014 mit CasaPound zusammengearbeitet, bevor die gemeinsame Plattform "Noi con Salvini" im letzten Jahr zu Bruch ging. Und wer die Seite der Freiheitlichen nach Wortmeldungen zu CasaPound durchsucht, findet davon genau eine: vom Bozner Bezirksobmann, der den Marsch auf das Rathaus im letzten Jahr kritisiert. Eine klare Positionierung gegen die Faschisten sieht anders aus.

Wie auch? "In einer Demokratie darf es keine Ausgrenzung geben.", schreib Ulli Mair, "Ganz im Sinne von Voltaire." Mair spielt damit auf das Zitat an, das diesem fälschlich zugeschrieben wird ("Ich missbillige, was Sie sagen, aber ich werde bis zum Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen.") Ernsthaft, Ulli? Keine Ausgrenzung von Faschisten? Faschismus ist eine antidemokratische Ideologie, die den Führerstaat propagiert, die Abschaffung von Meinungsfreiheit und Opposition beinhaltet, ebenso wie Mord und Verfolgung. In jeder Demokratie gibt es Ausgrenzung von denen, die sie untergraben oder abschaffen wollen. Nicht umsonst gab es in Italien bis in die 90er-Jahre die von Links bis Rechts geteilte Haltung, keine Koalitionen mit den Postfaschisten einzugehen. Dass Faschisten gewählt werden, bedeutet nur, dass sie Anhänger haben - legitimer oder weniger menschenverachtend wird ihre Einstellung dadurch nicht. Faschismus ist eben keine Meinung, die geschützt werden muss, sondern eine verbrecherische Ideologie.

Schade, dass Ulli Mair das nicht in der Schule gelernt hat. Mair macht CasaPound salonfähig. Demokratie ist ihr nichts wert. Mit Faschos hat sie kein Problem. Mair zeigt mit dieser Aktion wieder einmal, wo sie steht. Im Abseits.

martedì 21 marzo 2017

Der römische Gruß zum Geburtstag


In den Räumlichkeiten des „Rockaforte“ in Bozen wurde kürzlich der Geburtstag von Andrea Bonazza, dem Vorsitzenden der neofaschistischen Gruppierung Casapound, gefeiert. Nach den Worten „Auguri comandante, per casapound italia eja eja alalà“ hält ein Teil der anwesenden Personen den Arm zum faschistischen Gruß. Der vorbestrafte Bonazza ist erst kürzlich wieder in die Schlagzeilen geraten, als er mit einem SS-Pulli im Gemeinderat saß. Zum wiederholten Male ein Beispiel dafür, dass die Faschisten in Bozen, allen voran verurteilte Gewalttäter, keinen Hehl aus ihrer menschenverachtenden Ideologie machen (und diese auch scheinbar frei propagieren können). Per Gesetz ist der „saluto romano“ als Ausdruck faschistischer Ideologie verboten. Bonazza wurde in Vergangenheit bereits dafür verurteilt.

Zum Video
Das kürzlich aufgetauchte Video wurde auf der Seite Alto Adige dice - Südtirol sagt gepostet.

Video Screenshot

domenica 12 febbraio 2017

Radio Tandem: foibe e falsificazioni

"Intervista a Wu Ming 1 riguardo il lavoro del gruppo d'inchiesta Nicoletta Bourbaki.
Il blog della Wu Ming Foundation, Giap, ospita da anni le inchieste sulle falsificazioni su Wikipedia e il Giorno del Ricordo.

Quest'ultima ricorrenza avviene proprio il 10 febbraio, quando nel 1947 venne firmato il trattato di Parigi che istituì i confini italiani come oggi li conosciamo. Dal 2004 è però la giornata dedicata alle vittime delle foibe e agli esuli del confine orientale: Wu Ming 1 parlerà delle problematicità legate a questa data."


 by Radio Tandem



lunedì 19 dicembre 2016

Bonazza und die SS

aktualisiert 19.12.2016, 17:00 Uhr | verfasst 17.12.2016, 13.00 Uhr

Charlemagne Pullover. Quelle Video: Facebook
Ein Pullover mit der Aufschrift „Charlemagne“ - so präsentierte sich der Gemeinderat von Casapound Andrea Bonazza kürzlich während einer Sitzung. Charlemagne war eine SS-Division im Zweiten Weltkrieg und bestand aus französischen Freiwilligen, die gegen die Partisanen im russischen Gebiet kämpften und dabei Dörfer zerstörten und für Kriegsverbrechen verantwortlich waren. Sie waren zudem eine der letzten Einheiten, die Hitlers "Führerbunker" und Berlin vor der roten Armee verteidigten. Gerade deswegen genießt Charlemagne in der neofaschistischen und -nazistischen Szene Kultstatus.
An revisionistischen Veranstaltungen zur Glorifizierung der Charlemagne SS-Division in Deutschland nehmen vor allem Neonazis teil.
Pullover im Onlineshop

Der Pullover stammt aus dem CasaPound-Onlineshop "Testa di Ferro", in dem zahlreiche Kleidungsstücke mit dem Schriftzug angeboten werden, teilweise ergänzt mit "Berlino 1945" oder dem Zusatz "Grenadier Division", wie er sich auch auf besagtem Pullover wiederfindet. Dass damit die SS-Division gemeint ist und keinesfalls Karl der Große (auf franzöisch Charlemagne), dürfte damit klar sein - ebenso wie durch das mittelalterlich anmutende, pseudo-kraolingische Wappen, das eine historische Fälschung bzw. Nachkriegserfindung von Nazis ist und heute in besagten Kreisen als Divisionsabzeichen zirkuliert. Im Original bestand dies lediglich aus der französischen Trikolore.
Der Schriftzug mit "Grenadier Division"

Zur Verteidigung des Charlemagne-Pullovers meinte Bonazza, er sei lediglich "geschichtlich interessiert". Besonders weit ist sein Interesse nicht gegangen, wenn er sich dann mit Fake-Wappen schmückt. Zudem sprechen seine SS-Tattoos eine andere Sprache. Gleich eine ganze Reihe an Nazi-Symbolen hat der Neofaschist auf seinem Oberarm verewigt. Unter seinem Hals ist ein Schlagring tätowiert und auf seinem Kopf das Wort "Skin". Dies mit geschichtlichem Interesse zu begründen ist weit hergeholt. Pure Verherrlichung des Nationalsozialismus und Faschismus treffen wohl eher zu.
Andrea Bonazza mit Nazi-Tattoos

Dies alles ist nur ein weiteres Beispiel dafür, dass ein vorbestrafter Gemeindevertreter keinen Hehl aus seiner neofaschistischen Ideologie macht. Skandalös ist aber, dass dies in einer öffentlichen Institution geduldet wird.

***

Una felpa con la scritta "Charlemagne". Cosí si é presentato all'ultima seduta del Consiglio Comunale in consigliere di Casa Pound Andrea Bonazza. La Charlemagne fu una divisione di Waffen SS durante la seconda guerra mondiale, formata da volontari francesi. Creata a partire dalla Légion des volontaires français contre le bolchévisme, unitá impiegata al fronte e nella "lotta anti-partigiana" in Bielorussia, eufemismo per indicare la distruzione di interi villaggi ed il massacro indiscriminato di civili, fu una delle ultime formazioni a difendere il "Führerbunker" di Berlino dagli assalti dell'Armata Rossa. Proprio per questo motivo la Charlemagne gode di uno status di culto tra le fila dell'estrema destra. In occasione di eventi chiaramente revisionisti, volti a glorificare la divisione Waffen SS Charlemagne, svoltisi in Germania, hanno preso parte soprattutto militanti di movimenti neonazisti. 
Se non altro la felpa di Bonazza ci dimostra per l'ennesima volta che, dietro alla facciata pseudo-democratica e alla retorica dei bravi ragazzi, si nasconde un'ideologia che ha scritto una delle pagine piú nere della storia europea.

Facebook Screenshot

Presseschau CasaPound / Bonazza / Charlemange SS Division

sabato 17 dicembre 2016

CasaPound: In consiglio comunale con una felpa delle SS

Alcune banalità che forse è meglio ricordare


Nei prossimi giorni verrà presentato a Merano un prezioso ed importante libro intitolato “quando la patria uccide” che ricostruisce la storia delle famiglie di religione ebraica deportate da Merano dopo l'8 settembre. Un libro importante, che rischia però di essere inutile se l'esercizio della memoria storica non viene continuamente riattualizzato e rinnovato.


Oggi siamo nel 2016 e le persecuzioni su base etnica, razziale, religiosa, politica nel mondo non sono affatto scomparse, anzi. Pensiamo alle persecuzioni subite dai palestinesi, dai curdi, dagli oppositori politici in Turchia, oppure ai massacri in Siria.

Anche le ideologie che nel passato hanno portato a tali aberrazioni non sono morte. Oggi si ripresentano sotto altre spoglie, più o meno evidenti, a difesa delle frontiere, dell'”identità”, delle tradizioni, della religione, etc. E in Europa riprendono credito nazionalisti di tutte le risme, accompagnati da un generale revisionismo storico teso a rivalutare i collaborazionisti di Hitler nella seconda guerra mondiale: pensiamo all'Ungheria, all'Ucraina, al Front National in Francia.

Lo sterminio degli ebrei, dei Rom e dei Sinti, degli omosessuali e la sistematica persecuzione dell'opposizione di tutte le tendenze avvenne oltre che per la capacità di un gruppo ben organizzato di prendere il potere, anche grazie a quella che Primo Levi definiva la “Zona Grigia”, quella massa informe di persone disposte ad ogni tipo di compromesso per un piccolo vantaggio oppure per evitare delle noie.


Nella seduta del consiglio comunale di Bolzano del 14 dicembre il responsabile regionale dell'organizzazione fascista CasaPound, Andrea Bonazza fa un intervento in aula per solidarizzare con i tassisti di Bolzano, guarda caso in occasione del dibattito nato in seguito all'aggressione subita da una passeggera originaria del Kenia (quindi di pelle nera) ad opera di un tassista. Un grossolano tentativo di rovesciare le responsabilità delle parti in causa: una loro vecchia specialità.

Durante il suo intervento in aula il fascista suddetto indossa una felpa di colore scuro con la scritta Charlemagne. Probabilmente a causa di un' ignoranza storica purtroppo diffusa, nessuno in aula sapeva cosa significasse quella scritta. E se qualcuno sapeva, evidentemente non dava troppo fastidio che un consigliere comunale potesse entrare nel “cuore delle istituzioni democratiche bolzanine” indossando con orgoglio il simbolo di una divisione di nazisti francesi.



Charlemagne è il nome di una divisione SS di collaborazionisti francesi fondata nel 1944 a sostegno dell'invasione nazista della Francia e della guerra imperialista di Hitler. Indispensabili esecutori degli ordini tedeschi, come i repubblichini in Italia si resero colpevoli di alcune delle azioni più efferate e sporche compiute durante gli anni di occupazione militare. Responsabili di torture, rastrellamenti, oltre che della deportazione degli ebrei francesi e non solo.

Il consigliere comunale Bonazza, 
accompagnato dal prode Ghizzi sfoggia la sua statura intellettuale 
e il suo guardaroba identitario

Queste sono le simbologie che vengono portate nel consiglio comunale di Bolzano dal rappresentante di un organizzazione politica responsabile di numerose gravissime aggressioni in Trentino Alto Adige negli ultimi 3 anni.

La cosa non ci stupisce, non è una novità che tale personaggio sia un nostalgico del fascismo e del nazismo, anche nelle loro appendici più brutali e infami come la Repubblica di Salò o dei vari governi fantoccio instaurati nei paesi invasi dalle truppe tedesche.

Ma è preoccupante il silenzio con cui tali simbologie vengono accolte, a dimostrazione di un' assoluta impreparazione politica e culturale fra chi è seduto in aula.



D'altronde il Bonazza è in buona compagnia nelle aule istituzionali. A maggio scorso Pius Leitner dei Freiheitlichen parlò degli immigrati che vivono qui paragonandoli ai “vermi nello Speck”, mentre a dicembre l'ex capo degli Schuetzen sudtirolesi parlava degli ebrei come estranei alla cultura occidentale, dimostrando un ignoranza storica imbarazzante.



L'ennesima dimostrazione che nulla possiamo aspettarci da chi è seduto nelle aule istituzionali.

La stessa aula istituzionale in cui sono seduti consiglieri leghisti che fanno politica cavalcando la paura di stranieri e Islam, creando mostri attraverso battaglie indecenti volte a criminalizzare gli stranieri che usano il wi-fi in piazza Domenicani (come fece il leghista Filippo Maturi) o quelli che scappano dalle guerre che il loro stesso partito a votato e finanziato.

Gli stessi leghisti garantisti a correnti alternate, pronti a chiedere il carcere a vita e l'espulsione per un tunisino che ruba al supermercato mentre per un tassista che picchia e minaccia violentemente una donna di origine straniera “aspettano le indagini”.



Per noi la nozione di giustizia non è legata al colore della pelle, né alla nazionalità.

Non dimenticheremo mai le infamie commesse dai nazisti e dai fascisti di ieri e di oggi.

Continuiamo la lotta affinchè non ci sia mai più spazio per ideologie razziste che portano al baratro della guerra fra poveri.
 

lunedì 7 novembre 2016

Südtiroler Neonazis shoppen in Deutschland

Die Neonazishops in Deutschland boomen. Besonders beliebt sind seit geraumer Zeit die Onlineshops für Kleidung, Fahnen und einschlägige Musik. Mit wenigen Klicks können sich Rechtsextreme mit T-Shirts, Sticker, CDs und sogar Schlagstöcken, Armbrüsten und Elektroschockern eindecken. 

Motherboard Vice schreibt in einem Artikel dazu:
„Während die Neonazi-Szene aufrüstet, steigt analog dazu die Zahl der bewaffneten rechtsextrem motivierten Straftaten und Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte sprunghaft an.“

Aufgefallen sind uns vor allem die Neonazis im Burggrafenamt, die alle einen ähnlichen Kleidungsstil pflegen. 

T.F., D.H., M.S. aus Völlan
Rechter Onlineversand Druck18
Das Bild zeigt junge Neonazis mit einem „Division Südtirol“ Shirt und Schwarzer Sonne Gürtelschnalle.
Der Onlineshop Druck 18 (die Zahl 18 ist in der Szene das Kürzel für Adolf Hitler) bietet solche Kleidung in vielen verschiedenen Varianten an. Neben Divisionen aus Bayern, Thüringen und Sachsen gibt es auch jene von Südtirol. Zudem sind im Shop unter dem Menüpunk „Sicherheit“ ca. 200 Artikel. Unter anderem frei erhältliche Waffen wie Messer, Äxte, Pfefferspray, Armbrüste und Quarzhandschuhe. Womöglich wurde auch der Baseballschläger bei der Schlägerei vor dem Exclusiv in Lana bei einem dieser Shops bestellt. 


Division Südtirol Pulli
Wieder – oder besser gesagt immer noch  - scheint die Südtiroler Naziszene bestens mit Deutschland vernetzt zu sein.
Bei den lokalen Neonazis gibt es zwar keine offizielle politische Aktionsgruppe, trotzdem scheint die deutschsprachige Szene gerade bei den Jüngeren zu boomen. 

Auffallend sind die hohe Gewaltbereitschaft und etliche rechtsextreme Schmierereien in ganz Südtirol. Augenzeugen zufolge sollen schon öfters Jugendliche verprügelt und mit Messern und Schlagstöcken bedroht worden sein. 

Neben der üblichen Thor-Steinar Kleidung scheinen jetzt auch vereinzelt wieder Springerstiefel, Bomberjacke und Glatze in Mode zu kommen.
Unseren Informationen zufolge gibt es immer wieder Gruppen von 20-40 Personen, die zu Neonazikonzerten ins Ausland fahren. Die Szene im Burggrafenamt konzentriert sich auf Völlan, Schenna und Naturns und die umliegenden Dörfer. Regelmäßig gibt es Treffen der jungen Rechten. Die meisten dieser Ortschaften waren schon in der Vergangenheit in die Schlagzeilen geraten. 


Junge Neonazis in Südtirol
Wieder einmal zeigt sich, dass der braune Sumpf in Südtirol alles andere als ausgetrocknet ist. Gerade die Tatsache, dass die Szene jungen Zulauf bekommt, muss bedenklich stimmen. Es gilt umso mehr, ein waches Auge auf die Entwicklungen am rechten Rand zu werfen.

giovedì 21 luglio 2016

Demonstration - manifestazione 23.07.2016

Am 15. Juli wurde auf der Mendelstraße in Bozen wurde ein junger Mann von Faschisten angegriffen. Obwohl er kein linker Aktivist ist, wurde er von Casapound Mitgliedern brutal verprügelt, weil sie ihn dabei „erwischt“ hatten, wie er das Volkslied der Partisanen „Bella Ciao“ sang.

Wieder einmal attackiert und verletzt ein "braver Junge" von Casapound eine Person schwer, nur weil sie "das falsche Lied im falschen Moment" gesungen hat. Nur vor wenigen Monaten wurde ein Minderjähriger aus demselben nichtigen Grund krankenhausreif geschlagen. Vor einem Jahr dagegen richtete sich die Gewalt gegen drei Linksaktivisten im Rahmen eines geplanten, faschistischen Hinterhalts in der Nacht. Wir erinnern uns auch an Fabio Tommaselli, dessen Tod im Jahr 2003 durch die von lokalen Naziskin herbeigeführten Verletzungen verursacht wurde. Zahlreich sind die Fakten, die entschieden und eindeutig auf eine rechte, neofaschistische Gewalt hinweisen: vom versuchten Mord eines Linksaktivisten durch den Koordinator von Casapound Trient bis zu den letzten Schlagzeilen von Fermo, wo ein Mann sterben musste, weil er sich gegen eine rassistische Schikane zu Wehr setzte.

Die Mitglieder der extremen Rechten sind keine "bravi ragazzi', sie sind Faschisten. Wir müssen die Dinge bei ihrem Namen zu nennen: in Fermo mordete kein "Ultra", sondern ein fremdenfeindlicher Faschist. Wenn die Mitglieder von Casapound tagsüber die Maske wohltätiger Freiwilliger im Dienste von Ordnung und Sicherheit aufsetzen, zeigen sie nachts ihr wirkliches Gesicht: brutale Schlägertrupps, Gewalt wird als politisches Mittel legitimiert.

Bozen hat die traurige Eigenheit, den ersten Gemeinderat mit 3 Casapound-Exponenten zu bilden. Aber die Tendenz faschistische und fremdenfeindliche Einstellungen zu tolerieren verbreitet sich mittlerweile in ganz Italien und Europa. Gerade in Zeiten wo Medien, Institutionen und Parteien den Faschisten den Weg ebnen, müssen wir reagieren. Ergebnislose, halbherzige Stellungnahmen reichen nicht mehr. Eine entschlossene Reaktion ist unsere Pflicht. Das was die Neofaschisten stark macht, ist auch die Gleichgültigkeit der angeblich "unbeteiligten" Bevölkerung und deren Widerstandslosigkeit. Wir können nicht weiter schweigen und müssen darauf beharren, dass in unsere Stadt, so wie überall,, es keinen Platz für die Ideologie der faschistischen Gewalt geben darf.

SOLIDARITÄT FÜR DEN BETROFFENEN. KEIN ÜBERGRIFF OHNE ANTWORT!


Nella notte di venerdì 15 luglio in via Mendola a Bolzano, un ragazzo non riconducibile a nessun ambiente di sinistra, viene aggredito dalla furia squadrista; alcuni militanti di Casapound infatti, dopo averlo “sorpreso” a cantare una canzone della resistenza partigiana, lo aggrediscono brutalmente. Ancora una volta nella nostra città succede che uno dei “bravi ragazzi” di Casapound, aggredisce e ferisce gravemente una persona, la cui unica colpa è quella di aver cantato la “canzone sbagliata al momento sbagliato”. 

Solo pochi mesi fa, abbiamo visto aggredire un minorenne per la stessa futile motivazione. Un anno fa invece, la violenza fascista si è scagliata durante un vero e proprio agguato notturno contro tre giovani militanti di sinistra. Doveroso è inoltre ricordare la morte di Fabio Tommaselli nel 2003, deceduto in seguito a gravi lesioni riportate a causa di un pestaggio per opera di alcuni naziskin locali. Innumerevoli sono i fatti che vanno ricondotti in maniera decisa e univoca alla violenza della destra neofascista, dal tentato omicidio ai danni di un militante di sinistra per mano del coordinatore di Casapound a Trento, sino ad arrivare ai fatti di Fermo, dove un uomo nigeriano è morto dopo essersi ribellato alle angherie razziste. 

I militanti di estrema destra non sono bravi ragazzi, sono fascisti. Dobbiamo tornare a chiamare le cose con il loro nome: ad aver ucciso a Fermo non è stato un ultrà ma uno xenofobo fascista. Se di giorno i militanti di Casapound indossano le vesti di caritatevoli volontari al servizio della legalità e dell’ordine, di notte svelano il loro vero volto; picchiatori squadristi che riconoscono la cieca violenza e la prepotenza come unici valori. Bolzano ha sicuramente il triste primato di vedere fra le fila dei propri consiglieri comunali ben tre rappresentanti di Casapound, ma la tendenza a tollerare atteggiamenti fascisti, razzisti e prevaricatori si allarga ormai tristemente a tutto il territorio Italiano e al panorama europeo. Dal momento che i mass-media, istituzioni e partiti politici garantiscono ai fascisti una legittimazione e agibilità politica siamo noi a dover reagire. 

Non bastano più le sterili dichiarazioni ma occorre una reazione determinata. Ció che protegge il neofascismo è anche l’indifferenza della popolazione e l’assenza di una sua risposta: non possiamo tacere e dobbiamo ribadire che in questa cittá, come nelle altre, non deve essere dato spazio all’ideologia di prepotenza e prevaricazione fascista. 

MASSIMA SOLIDARIETÀ AL RAGAZZO AGGREDITO. NESSUN AGGRESSIONE SENZA RISPOSTA!

lunedì 18 luglio 2016

Casapound: erneuter faschistischer Übergriff - episodio di violenza fascista

In der Nacht des 15. Juli gab es in Bozen einen weiteren gewalttätigen Übergriff von Mitgliedern der rechtsextremen Gruppierung Casapound. Eine Gruppe Jugendlicher, die laut Aussagen nicht politisch aktiv sind, haben auf dem Heimweg mehrere Lieder angestimmt, darunter auch das bekannte Lied „Bella Ciao“. Plötzlich sei ein Auto stehen geblieben und zwei Personen, bekannte Gesichter von Casapound, sind ausgestiegen. Mit der Begründung das sei „ihr Viertel“ und „solche Lieder werden hier nicht gesungen“, haben sie die Jugendlichen angegriffen. 
Ein 19 Jähriger hat Verletzungen im Gesicht davongetragen und ein anderer hat bei dem Übergriff einen Zahn verloren. Später hat einer der jungen Männer die Neofaschisten gefilmt. Diese haben erneut durchgedreht und wieder angefangen auf die Leute einzuschlagen. Zudem wurde dem jungen Mann das Handy entrissen und in einen Garten geworfen. Zu spät, die Gesichter der Faschos sind auf dem Video gut erkennbar und zeigen deutlich um wem es sich handelt: Der allzu gut bekannten Stadtviertelrat Davide Brancaglion und Mirko Gasperi. Beide waren schon mehrfach bei ähnlichen Aktionen beteiligt. 

Gewalt als politisches Mittel ist hier leider kein Einzelfall. Brancaglion war einer Schläger die 2015 drei Linksaktivisten angegriffen haben, weiters war er im Mai bei einem brutalen Übergriff auf einen 16 Jährigen beteiligt. Den Bozner Neofaschisten wurde und wird schon zu lange politischer Spielraum gelassen. Auf einer Seite werden sie von den lokalen Medien oft wie die „guten Jungs“ behandelt die Parks und Friedhöfe säubern, allen voran die Zeitung „Alto Adige“. Auf der anderen Seite gibt es von Seiten der Parteien oft keine Wirklichen Distanzierungen. Beispiel Caramschi und Baur (Svp), die über eine mögliche Zusammenarbeit mit Casapound gesprochen haben. Muss es erst Tote geben bevor begriffen wird welcher Natur die Neofaschisten von Casapound sind? Unsere vollste Solidarität gilt den Opfern.


Corriere dell'Alto Adige, 17.07.2016
Nella notte di venerdì 15 luglio a Bolzano si è consumato l'ennesimo episodio di violenza fascista targato Casa Pound. Un gruppo di ragazzi, del tutto estraneo al mondo dell'attivismo politico, sta rincansando intonando diversi canti, tra cui la celebre "Bella Ciao". A questo punto vengono raggiunti da una automobile da cui scendono due noti militanti di Casa Pound che si scagliano violentemente contro i giovani, affermando di essere stati provocati, in quanto quello è il loro territorio e quelle canzoni non si devono cantare. 

Un diciannovenne, che in seguito sporgerà denuncia, si ritrova con il volto tumefatto, mentre ad un altro ragazzo salta un dente. Mentre gli aggressori se ne stanno andando uno dei ragazzi estrae un telefono e inizia a filmarli, scatenando nuovamente la furia degli squadristi che riprendono a picchiare, mentre il cellulare viene strappato dalle mani del proprietario e lanciato all'interno di un giardino privato. Troppo tardi, però, visto che il video è inequivocabile e mostra chiaramente il consigliere di circoscrizione Davide Brancaglion e Mirko Gasperi, esponente di spicco della sezione bolzanina di Casa Pound. L'identità degli aggressori non è un fattore secondario, anzi, dimostra chiaramente che non si tratta di un fatto isolato, bensì di una prassi consolidata di uso della violenza politicamente motivata. Brancaglion, infatti, non è nuovo a fatti del genere: nel 2015 è tra gli autori di una violenta aggressione ai danni di tre militanti di sinistra, mentre nel gennaio di questo anno è stato coinvolto nel brutale pestaggio che ha spedito in ospedale un sedicenne. 

Ai fascisti locali è stata garantita agibilità politica troppo a lungo. Da un lato vengono coccolati dai media locali, Alto Adige in testa, che li dipingono come bravi ragazzi che si prodigano nella pulizia di parchi e cimiteri, mentre dall'altro vengono protetti dalle istituzioni che invece di condannare si riscoprono improvvisamente garantiste, come nel caso di Brancaglion dopo il pestaggio di gennaio, o si abbandonano a discutibili dichiarazioni, come le recenti aperture di Caramaschi e Baur. Dobbiamo piangere il morto prima che ci si renda conto della vera natura dei movimenti neofascisti? Esprimiamo la nostra solidarietà alle vittime dello squadrismo.

Corriere dell'Alto Adige




mercoledì 13 luglio 2016

La missione civilizzatrice dell'Italia in Africa e la memoria corta degli italiani - Commento

A Bolzano il restauro di un bassorilievo di epoca fascista raffigurante "la missione civilizzatrice dell'Italia in Africa" (sic!) ha, prevedibilmente, scatenato un putiferio, con in testa il Südtiroler Heimatsbund (SHB) ed il suo Obmann Roland Lang. 

Non voglio entrare nel merito del restauro - l'opera era effettivamente pericolante e costituiva un pericolo per l'incolumità dei passanti - bensì chiedermi se ha senso che opere così controverse debbano essere esposte al pubblico ancora oggi. Mi spiego meglio. Sono assolutamente contrario ad una damnatio memoriae che avrebbe potuto avere un senso subito dopo la caduta del regime, ma che ora assumerebbe, dopo settanta anni, l'aspetto grottesco di un goffo e maldestro tentativo di evitare di affrontare una delle pagine più nere della storia italiana e locale, dato che durante la conquista dell'Abissinia combatterono anche diversi sudtirolesi. Ritengo che opere di questo tipo costituiscano una memoria importante, seppur particolarmente problematica, pertanto andrebbero depotenziate attraverso la loro storicizzazione e musealizzazione, possibilmente in modo estremamente critico, onde evitare narrazioni tossiche e mitizzazioni del tutto inappropriate.

Il colonialismo italiano in Africa, anche nella sua fase liberale con Giolitti e i governi precedenti, fu tutto meno che civilizzatore. Si fece larghissimo uso del terrore sulla popolazione civile, come a Tripoli dopo la battaglia di Sciara Sciat nel 1911, dello sfruttamento della manodopera locale come nei grandi latifondi in Somalia, fino ad arrivare a vere e proprie tendenze genocide, come in Cirenaica durante la repressione della rivolta senussa o in Abissinia, dove si fece ampio uso di armi chimiche sulla popolazione civile e si ipotizzò, addirittura, l'uso di agenti biologici. A tal proposito sono rimasto completamente disgustato dall'articolo uscito lunedì sul quotidiano locale Alto Adige, in cui si parla di un quartiere "immalinconito per lo stato i cui versava l'opera" e in cui ci si chiede quale sarebbe stata la reazione di Lang se, malauguratamente, un pezzo del bassorilievo fosse caduto sulla testa di un ignaro passante. 


Nella versione cartacea si parla di restauro che "ha riconsegnato alla città un pezzo della sua storia". Non un accenno alla realtà della "civiltà" italiana esportata in Africa, non una mezza frase di contestualizzazione, non un tentativo di esporre gli eventi in maniera critica. Se in Italia abbiamo ancora enormi problemi a confrontarci con i nostri scheletri nell'armadio, lo dobbiamo anche e soprattutto ad un certo tipo di "intellettuali" e scribacchini. Dal canto mio provo solo pena e disgusto.

giovedì 23 giugno 2016

Evento: Scemi di guerra, La follia nelle trincee

“E quelli di noi che avra la fortuna di rimanere salvi in questa guerra faremo un altra guerra con li interventisti che volevano la guerra, e cuelli averei piacere di farli vedere le stragi di povera gioventù”.
Primo Farabegoli, lettera dal fronte, 20 novembre 1915

Dopo oltre cento anni dallo scoppio della prima guerra mondiale diventa sempre più importante andare oltre le vuote retoriche celebrative e ricordare che cosa significò davvero quel conflitto per milioni di uomini strappati dalle loro case e mandati al macello in assalti senza senso.
Molti soldati durante gli infiniti giorni passati nelle trincee scrissero diari e lettere da cui emerge lo squallore di quella vita, fra cadaveri in decomposizione, nostalgia dei propri cari e paura di morire.
Molti furono i soldati che nei giorni passati in trincea compresero che il vero nemico erano i propri generali e i propri ufficiali.
Attraverso le parole dei soldati semplici scopriremo una realtà opposta alla propaganda degli ufficiali o di alcuni intellettuali e interventisti che, come Marinetti decantavano “la guerra come sola igiene del mondo” e le “formidabili sinfonie delle bombe Shrapnels”.




Comprendere a fondo la carneficina di cento anni fa ci aiuta a capire il nostro presente, in cui la guerra è più presente che mai: milioni di profughi in fuga ce lo dimostrano ogni giorno.

Giovedì 30 giugno Bolzano
Centro Giovani in via Vintola 18

ore 19
proiezione documentario “Scemi di guerra, La follia nelle trincee”
sul percorso che portò decine di migliaia di soldati alla pazzia

ore 20
Presentazione del libro

Storia Intima della Grande Guerra

con l'autore Quinto Antonelli

a seguire
Letture di lettere dal fronte, con accompagnamento musicale